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Jazzaffine Musik im Gottesdienst

Der zeitgenössische Jazz fand seit den 1960ern mit innovativen Grenzgängern wie dem Perkus­sionisten Pierre Favre da und dort Eingang in liturgische Zusammenhänge. Weiterhin sucht jazzaffine Musik nach ihrem Platz in Gottes­diensten. Ein Beitrag von Stephan Schmid-Keiser für die Schweizer Kirchenzeitung.

Improvisation & Liturgie Zum Profil der Jazz Ministry

Improvisation, musikalische wie sprachliche, insbesondere dialogische, ist Aneignung ohne Bemächtigung. Die Richtigkeit des Klassischen setzt sie voraus, doch in der Begegnung mit dem Unverfügbaren riskiert sie, wie auch immer abweichend, die Enttäuschung der Erwartung als Dissonanz in der Konsonanz . Theologisch ist Improvisation ein Fall der Pneumatologie, christologisch der Verweis auf Brechung und Wahrheit, ekklesiologisch die Einladung zu einem lieu d’église der zeitgenössischen Art, liturgisch ein epikletisches Ereignis: anders, unverfügbar, aber jederzeit möglich. Jedenfalls erotisch statt sklerotisch.

Theologische Improvisation

Der Wandel der Kirch(en) erbringt neue Herausforderungen. Die Kirche der Zukunft muss mit den Menschen entstehen und nicht allein für sie. Zum Wandel gehören auch neue formen wie Jazzgottendienste. Der Autor gibt einen Einblick in eine wachsende Szene. Aufsatz in: Musik & Kirche 2020/1